Rolf Baumgart

Yoshiko Waki

 

1965 in Japan geboren erwarb Yoshiko Waki 1985/86 an der Staatlichen Hochschule für Musik Heidelberg-Mannheim – Akademie des Tanzes Diplome in Bühnentanz und Tanzpädagogik. Seitdem tanzt und choreographiert sie.

 

In Deutschland pendelte sie zwischen Freier Szene und Staatstheater. In Berlin arbeitete sie mit Dieter Heitkamp (Tanzfabrik), Skoronel (Judith Kuckart) und Dance Berlin. In Hong Kong war sie zwei Jahre bei der City Contemporary Dance Company (Danny Young, Helen Lai). Nach längeren Engagements an den Städtischen Bühnen Münster (Birgitta Trommler) und dem Staatstheater Darmstadt wechselte sie Ende der Neunziger an die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin, wo sie Titelrollen in Stücken von Johann Kresnik und Konstanze Lauterbach tanzte und mit Christoph Schlingensief arbeitete; mit Reinhild Hoffmann arbeitete sie für die Kulturhauptstadt Graz und die Ruhr-Trienale. Seit 1995 hat sie zudem in vielen Produktionen von Vivienne Newport mitgewirkt und zusammen mit ihr und Thomas Langkau für die Berliner Philharmoniker (Sir Simon Rattle) das community-dance-Projekt „Launen der Natur“ mit 150 Kindern, Jugendlichen und Senioren realisiert.

 

Seit 1990 produziert sie eigene Tanz(theater)stücke, die zunächst in Berlin in der Freien Szene aufgeführt wurden: Alte Schaubühne am Halleschen Ufer, Tacheles, Dock 11 (jeweils finanziert aus Projektmitteln des Berliner Senats und/oder vom Hauptstadtkulturfonds). Weitere Produktionen entstanden in Kooperation bzw. im Auftrag der Städtischen Bühnen Münster, des Staatstheaters Darmstadt, der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, der Oper Bonn und des Bauhaus Dessau.

 

Regelmäßig choreographiert sie für Musiktheater und Schauspiel: am Bremer Theater, der Komischen Oper Berlin, Philharmonie Berlin, am Staatstheater Darmstadt, Frankfurt/Main… Im Rahmen ihrer Lehrtätigkeit realisierte sie Projekte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main, den Universitäten Osnabrück und Bonn, der Palucca Hochschule Dresden sowie der Berliner Schule für Schauspiel.

 

Vor einigen Jahren wurde sie eingeladen, das Sommerfest des Bundespräsidenten im Schloß Bellevue choreographisch zu gestalten.

 

2007 wechselte sie an die Oper Bonn (Johann Kresnik, Susanne Linke) und gründete 2008 nach der Auflösung der Tanzsparte ihre eigene Compagnie bodytalk, die seit 2012 in NRW „Spitzenförderung Tanz“ erhält und in das Doppelpass-Programm und des sich anschließenden Gastspielprogramms der Kulturstiftung des Bundes aufgenommen wurde.

2016 wechselte sie mit ihrer Tanztheater-Compagnie als artist in residence an das Theater im Pumpenhaus in Münster und choreographierte Hans Kresniks Opernuraufführung „Pym“ am Theater Heidelberg.

2017 Tanzfonds Erbe zu Johann Kresnik: Friedensanleitung für jedermann - Die 3. Generation.

 

Für ihre künstlerische Arbeit wurde sie mehrfach mit Preisen ausgezeichnet:

Kölner Tanztheaterpreis für JEWROPE

Bewegungskunst-Preis für die beste freie Produktion der Spielzeit für Zig Leiber | Oi Division

Kölner Tanztheaterpreis (anteilig) für Loss of control

Bremer Autoren- und Produzentenpreis für Ich bin ein Antifant, Madame

 

 

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